Dieses kraftvolle Heimatkraut hilft vor allem bei Darm, Gelenke, Haut & Blut

Die Natur erinnert uns besonders in dieser Jahreszeit, durch ihr reges Verbreiten, sehr oft an die Brennnessel, welche hierzulande auch in der Heilkunde, immer häufiger Anwendung findet. Die Brennnessel wirkt im Körper entwässernd, kann bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkerkrankungen helfen sowie Darm, Haut und Haare stärken. Im antiken Griechenland wurde sie sogar als Potenzmittel eingesetzt.

 

Traditionelle Anwendungsgebiete gibt es für die Brennnessel viele. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass die Brennnessel Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindern sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann. Die Samen der Brennnessel lassen sich als Vitalitätstonikum und gegen Haarausfall einsetzen, und in Form der sog. Brennnesseljauche ersetzt die Pflanze Kunstdünger und Pestizide. Die Brennnessel eignet sich ausserdem hervorragend als Lebensmittel – nicht nur aufgrund ihrer Fülle an Vitalstoffen, sondern auch wegen ihres fantastischen Geschmackes.

Brennnesseln enthalten u.a. reichlich Eisen, Vitamin C (angeblich doppelt soviel wie die Zitrone), Vitamin A, B- Vitamine, Vitamin E, Kalzium, Kalium, Magnesium, Kieselsäure, Spurenelemente, Chlorophyll, Carotiniode, Flavonoide.

Sie sind eine ideale Nahrung, denn sie versorgen unsere Körper nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern sie unterstützen auch die natürlichen Körperfunktionen und –
selbstverständlich – sind sie ein hervorragendes Heilmittel.

 

 

Die Brennnessel wird seit Menschengedenken in vielen Lebensbereichen eingesetzt. In derHeilkunde, wo sie zu den ältesten Heilkräutern der Menschheit zählt, im Gemüseanbau, wo man mit der sog. Brennnesseljauche höchst erfolgreich Gemüse düngt, in der Küche, wo sie in mageren Zeiten die Menschen vor dem Hungertod gerettet hat und sogar in der Textilindustrie, wo man aus den faserreichen Stängeln einst Nesselstoff herstellte.

Bei all dieser Vielseitigkeit wundert es dann doch, dass die Brennnessel von vielen Menschen so eisern bekämpft wird. Mit Hacke, Spaten, Pflug und Chemikalien rückt man ihr zu Leibe – meist erfolglos, da ihr ausuferndes Wurzelgeflecht immer wieder neue Pflanzen entstehen lässt. Sehr viel intelligenter wäre es also, wenn man das unvergleichliche Geschenk der Natur einfach für die eigene Gesundheit nutzen würde

Die Brennnessel ist eine Heilpflanze, für die mindestens ebenso viele Einsatzgebiete bekannt sind wie etwa für die berühmte Kamille, die hübsche Ringelblume oder den bitteren Löwenzahn. In der Volksmedizin wird die Brennnessel zur Entgiftung und Entschlackung im Rahmen von Frühjahrskuren und Diäten sowie bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen empfohlen.

Letzteres ist häufig die Folge eines Eisenmangels, der zur Blutarmut (Anämie) führen kann. Gerade den Eisenmangel jedoch kann die eisenhaltige Brennnessel mit Leichtigkeit beheben. Sie liefert – je nach Wuchsort – zwei- bis viermal so viel Eisen wie ein Rindersteak und bis zu dreimal so viel Eisen wie Spinat.

Auch soll die Brennnessel die Leber und die Galle positiv beeinflussen, weshalb schon Paracelsus die unscheinbare Pflanze in Form von Brennnesselsaft bei Gelbsucht (Hepatitis) verordnete. Eine Heilpflanze, die Leber und Galle pflegt, kann natürlich auch die Verdauung optimieren sowie bestehende Verdauungsbeschwerden beheben helfen.
Selbst die Bauchspeicheldrüse – so heisst es – reagiere auf die Brennnessel, was sich in einem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel bemerkbar machen soll. Brennnesseltee als Gesichtswasser lindere darüber hinaus Allergien, die sich über die Haut äußern und verbessere auch bei Pickeln, Ekzemen und Akne das Hautbild.

 

Die Brennnessel gehört ausserdem zu einem Therapiekonzept, das 16 Ärzte (für Naturheilverfahren) für die ganzheitliche Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn erarbeitet haben. Dieses Therapiekonzept steht auf drei Säulen:

• Schutz der Darmschleimhaut und Regulierung des Stuhls mit Hilfe von Flohsamen

• Stuhlverfestigung und Senkung der Stuhlfrequenz mit Hilfe von gerbstoffreichen Kräutern wie z. B. Blutwurz, Zaubernuss und getrockneter Heidelbeere

• Entzündungshemmung mit speziellen entzündungs-hemmenden Ölen (z. B. Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl) und entzündungswidrigen Kräuterpräparaten – und genau an dieser Stelle kommt die Brennnessel zum Einsatz (oder auch die Teufelskrallenwurzel, das Süssholz oder derWeihrauch). (Zusätzlich können Tees aus beruhigenden, krampf- und blähungswidrigen Kräutern getrunken werden, wie z. B. Kamille, Melisse, Kreuzkümmel und Zimt.)

(aus: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, U. Bühring, 2. Aufl.2009)

• Arthritis

• bei Harnwegserkrankungen

• Vorbeugung von Blasen- und Nierensteinen

• Prostataerkrankungen

• stärkt die Abwehrkräfte

• senkt den Blutdruck

• gegen Unfruchtbarkeit und Impotenz

• hilft bei Haarausfall

 

Zutaten:

  • 50 Spitzen von gesunden, dunkelgrünen Brennnesseln
  • 2 l Wasser
  • 60 g Zitronensäure
  • 3 kg Rohrzucker

Das Wasser aufkochen, abkühlen lassen, Brennnesselspitzen und Zitronensäure dazugeben und über Nacht kühl stellen. Durch dieses Ansetzen ohne Zucker erhalten Sie einen leicht rosa gefärbten Sirup mit feinem Aroma. Morgens abseihen, kurz aufkochen, den Zucker zugeben (nicht mehr kochen) und unter Rühren auflösen.

Verwendung:

Den Brennnesselsirup mit so viel Wasser aufgießen, dass er nur noch leicht süß schmeckt. Das typische Brennnessel-Aroma bleibt erhalten. Der Sirup kann auch für Cocktails und Desserts verwendet werden.

Brennnesseln sind eine der wertvollsten, hilfreichsten und häufigsten Pflanzen, die es hier zu Lande gibt. Wir dürfen sie nutzen!

Quellen:

 

freie-medien.tv

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